Eine alte kirchliche Tradition wird mit neuem Leben gefüllt

Kolpingfamilie feiert Josefstag

Biberbach. Die Feier des Gedenktags des Heiligen Josefs gehört zum festen Bestandteil des Jahresprogramms der Kolpingfamilie Biberbach, ist er doch auch der Patron des Kolpingwerkes. Als Handwerker, fürsorglicher Vater und frommer Vertreter seiner Religionsgemeinschaft taugt er bis in unsere Zeit als Vorbild für Kolpingmitglieder. Folglich wurde in der Biberbach Wallfahrtskirche zunächst die Feier des Joseftages mit einem Gottesdienst begonnen. Ortspfarrer Dr. Ulrich Lindl, zugleich Präses der örtlichen Kolpingfamilie, stellte dabei vor allem die moment weitverbreitete Ignoranz der Menschen gegenüber Gott und im Gegensatz dazu den Heiligen Josef in den Mittelpunkt seiner Predigt.

Nach einem Ortswechsel zum örtlichen Wirt, hieß es dann zum zweiten Mal: Starkbieranstich mit Fastenpredigt. Mit zwei Schlägen schaffte Pfarrer Lindl das „O’zapft is“, assisiert von Kolpingvorstand Tobias Eltschkner und Karl-Hans Schmidt als Vertreter der Brauerei. Mit dieser Grundlage war es dann Zeit für den Auftritt des „Fastenpredigers“. Wie bereits im Vorjahr schlüpfte Peter Mayer mit viel Witz und Geschick ins diese Rolle. Große Verwirrung gab es als „Bruder Barnabas“ nach einer Begrüßung – wie 2015 - bereits schon nach wenigen Augenblicken wieder die Wirtsstube verließ, um wenig später jetzt als als „Flüchtlingskoordinator“ Edmund wieder auf der Bildfläche zu erscheinen. Ein kurzer Abstecher zur großen Weltpolitik und dann wusste der Fastenprediger Erstaunliches aus Biberbach zu berichten.
So schlug Edmund vor, mit einem Rundumlicht auf dem Kirchturm das Sirenenproblem in Albertshofen zu lösen und die Anfrage des FCA-Präsidiums bezüglich der Beleuchtung der Wallfahrtskirche in den Farben rot-grün-weiß mit einem klaren „schwarz“, das heißt „Licht aus!“ zu beantworten. Auch über das  neue Format „Josefsbildchen“ als Eintrittskarte, Getränkegutschein und Sonstiges sowie die Suche nach dem Reisealtar für die Bergmesse im Pfarrhaus wusste Edmund Bescheid.
Und natürlich wurde auch Pfarrer Konrad Bestle noch mit guten Ratschlägen bedacht. Neben dem Tipp, wo im Beichtstuhl der Knopf für die Heizung zu finden ist, gab es noch den Vorschlag, dass für Pfarrer Bestle in der neuen „Wellnessoase“ für den letzten Aufenthalt, sprich die geplante Umgestaltung der Aussegnungshalle in Biberbach, extra eine Fußbodenheizung eingebaut werden sollte, dass er nicht immer so frieren muss.

Das traditionelle Prosit nach jedem Themenbereich durfte natürlich ebenso wenig fehlen, wie der musikalische Rahmen. „Unterhopft“ präsentierte auch in diesem Jahr wieder traditionelle Wirtshausmusik. Kein Wunder, dass nach dieser zünftigen Predigt, dem süßigen Starkbier und einer Brotzeit die Stimmung in Saal und Nebenzimmer stetig stieg. Das ganz Besondere an diesem Abend war zweifellos das große schauspielerische Talent und die große Spontanität, die Peter Mayer zu einem wirklich herausragenden Fastenprediger adeln. Hoffentlich heißt es auch wieder 2017: Josefstag mit Fastenpredigt.

Sabine und Ernst Eltschkner


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok